Kurstadt-Rauschen

Der Corona-Lockdown hat in vielen Lebensbereichen das Rauschen des täglichen Stroms verlangsamt. Diese Klarheit nehmen manche Zeitzeugen zum Anlass genauer in die eigene Stadt zu schauen.

Das Kurhaus in verschwommener Auflösung.

Hier im edlen, kurstädtischen Kleinod Baden-Baden glänzen die Fassaden in manchen Strassen, in Baden-Baden gehts den Leuten gut, da ist der SWR mit Topverdienern, die meisten Millionärsrentner:innen im Bürgerverzeichnis und zugleich ein trefflicher Hotspot zum Sehen und Gesehen werden, von Rennbahn, Casino bis zu den Wirtschaftsnachwuchskadern der deutschen Dax-Konzerne, die gerne im Palais Biron dinieren und sich gegenseitig exclusives Wissen zu-networken. Eine Art legaler Absprachen bei denen Regulierungsbehörden draussen bleiben müssen wie Hunde, die Presse erst Recht. Baden-Baden ist so wie die hübsche, reiche, zurückhaltendende, sich ein wenig frivol-devot, wirtschaftspromiskuitiv, zu perfekt feilbietende kleine Schwester von Düsseldorf. Das weis auch jeder, da wohnen die Reichen, da pflegen sie es, unter ihresgleichen zu dünkeln. Dort zahlt der SWR dem Gottschalk einen Wucherobolus, damit er in Baden-Baden über den Verlust seiner 7-Millionen-Dollar-Villa in Florida hinwegkommt, im Gegenzug gibt´s Gerede im Radio.

Wie es geflügelt heisst, da wo viel Licht hell gleisst, muss doch auch ein dunkler Schattenfleck sein, meist. Um es vorweg klarzustellen, dies soll keine Abrechnung werden, obwohl die Anzahl der Zeilen vielleicht einer Anklageschrift gleicht, möchten wir betonen, dass diese Zusammenstellung weder ein Pamphlet, eine Anklage oder der Beweggrund einer politischen Bewegung gegen die herrschenden, lokalpolitischen Angestellten zugrunde liegt. Dem Antrieb liegt Journalismus zugrunde. Diese lose Liste von Beobachtungen in der hervorragenden Kurtstadt ist nur ein Augenblink von aufmerksamen Bürgerinnen und Bürgern der Stadt zusammengestellt. Die Menge der dabei beobachteten Ungereimtheiten lässt jedoch tiefere Abgründe vermuten. Wir möchten mitnichten Schwarzmaler:innen und Dystopisten sein. Es gibt viele wunderschöne Flecken und tolle Menschen in Baden-Baden, die normalen Bürger, vor allem die nicht durch Geld oder beruflicher Zugehörigkeit priviligierte Mehrheit hat ein Anrecht auf Intaktheit und Berechenbarkeit der Lebensumgebung im Jetzt und Hier. Wir möchten die Autorenschaft nicht in den Vordergrund stellen, um den Lesern eine klare und unvoreingenomme Meinungsbildung zu ermöglichen.

Also beginnen wir den Rundumgang am schönen Baden-Badener Bahnhof im Baustil des Historismus gehalten, Umschlagplatz für viele Pendler aus der Region, Busknotenpunkt, Taxizentrale. Hier sind auffällig viele verwahrloste Menschen bemerkbar, die ohne Ziel hin und her streifen oder dauerhaft an einem festen Ort sitzend, am Bahnhof oder der nahegelegenen Post. Natürlich gibt es das überall, sagt man sich, doch interessierte Beobachter der Zeit fragen sich vielleicht, wie kommt das denn, hat es mit den europäischen Wanderungsbewegungen, der Arbeitnehmerfreizügigkeit zu tun ? Wie dem auch sei, es soll nicht despektierlich klingen, weil es sich um menschliche Schicksale handelt, jedoch ist das Problem nun mal da und die nächste Frage führt zum Themenkomplex, wie geht die lokale, von uns bezahlte Verwaltung und deren Honoratioren mit dieser Thematik um. Die Stadt Baden-Baden war ebenso wie andere Gemeinden von den hohen Zahlen an flüchtenden Menschen perplex. Die CDU-Bundesregierung ist bis heute planlos und da hat sich unter den Gemeinden die Möglichkeit ergeben, Investitionen auch mit denen für die Flüchtlinge zu vermengen. Infrastrukturprojekte können ja dann schneller „gelöst“ werden. Fix wurden Wohnheime aufgestellt, an mehreren Orten in der Stadt haben reiche Häusle- und Grundstücksbesitzer durch die planlose Bauwut eine noch goldenere Nase verdient.

Ein Schwank ins Detail kann manche Leser nerven, erhellt aber ungemein die Tiefenschärfe einer möglichen Nährung zur Wahrheit. Reporter sieht Polizeieinsatz mit Blaulicht zu eben genannter Postfiliale am Bahnhof brausen. Wie sich durch spätere Recherchen herausstellen sollte, hier der Grund des filmreifen Einsatzes Dorin B., Rumäne, seit Jahren ohne festen Wohnsitz in Deutschland weilend, verwahrlost, traurig, krank, mutterseelenalleine, der Zehen durch Amputation beraubt, strenger Alkoholiker mit Tendenz zu inkontinentem Verhalten. Ein sehr lieber, dankbarer Mann, desser Alter man sehr schwer durch die Zeichnungen des Obdachlosenlebens einschätzen kann. Spricht fast kein Wort deutsch, was auf eine Integration hinweist, die schlicht mit behördlichem Desinteresse umschrieben werden kann, oder Hilflosigkeit. Die Polizei kommt also angedüst und stellt sich neben besagten Obdachlosen, der sich unter der Stufentreppe der Postfiliale mit einem geschenkten Bürostuhl und Schlafsack häuslich eingerichtet hat. Er sollte direkt abgeführt werden, durch Zufall kamen zwei Beobachter zur Hilfe und man einigte sich auf die Abholung durch einen Krankenwagen. Diese kurze Beschreibung ist keine Polizeischelte, wir wollen den Beamten persönliche Anteilnahme nicht absprechen. Sie tun ihren Job, aber zeigen auch gleichzeitig diese unreflektierte Art im täglichen Leben, die auf eine nicht mehr intakte Behördenführung schliessen lässt, bei einer Firma würde man sagen, es stimme etwas mit dem Company-Purpose nicht. Wenn wir immer die Ultima-Ratio wählen, beschleunigen wir die angemahnte, auseinander driftende Schere in der Bevölkerung. Wir können aus eigener Erfahrung sagen, dass solche Einsätze an Behördenmenschen nicht spurlos vorbeigehen. Bei einem Krankenwageneinsatz, die gleiche Person betreffend, war zu einer anderen Zeit eine Stadtangestellte vor Ort. Diese brach nach dem Einsatz tief traurig weinend zusammen, bis sie nach kurzer Zeit wieder die Fassung fand. Bei solchen kleinen Blitzen der Schwäche kann man die nervöse Republik bis in die feinsten, lokalen Verästelungen beobachten. Mittlerweile arbeitet sie nicht mehr bei der Behörde. Dorin B. ist inzwischen in einer anderen Stadt.

Abschliessende Nebenbemerkungen sind der Vollständigkeit wegen nicht herauszulassen. Die Stadt Baden-Baden sonnt sich gerne in der Art und Weise, wie sie die „Flüchtlingsepisode“ gemeistert hat. Dabei muss man ganz klar attestieren, dass sie die Aufgaben ohne lösenden Ansatz verfolgt. Über das eigentliche Problem, der massiven Ansammlung von inländischen Obdachlosen wird weiter geschwiegen. Es stellte sich heraus, dass Dorin B. nicht in seinem Zimmer wohnen wollte, weil er regelmässig brutale Schläge und Attacken einstecken musste. Diese waren nicht einmal der Boshaftigkeit verrohter Menschen geschuldet, sondern der prekären Gesundheitslage des Betroffenen der auch zuweilen durch hohen Alkokonsum bettnässend in seinem eigenen Mehrbettzimmer wurde. Dies sahen die anderen Bewohner als Angriff und wehrten sich. Es ist an der Tagesordnung, dass ein 18-jähriger Obdachloser mit einem 50-jährigen Menschen zusammen in einem Zimmer wohnt, mit all den Folgen die sich daraus ergeben. Die behördliche Aufsicht schaut weg, obwohl sie regelmässig durch die Angestellten der Heime über den Status unterrichtet wird. Das spielt sich im mondänen, allzu menschlichen Baden-Baden im Jahre 2020 ab, vor unseren Augen, unsere Fassungslosigkeit und wütende Lösungssuche verhindern das beschämte Wegsehen. Obwohl genug Geld da ist, werden ausschliesslich „Schreihälse“ und Reiche alimentiert, nicht zuletzt mit städtischen Werbeanzeigen der faulen Lokalpresse´s journalistische Neugier auf Sondervorschulniveau gedrückt. Die „Alleinbesitzerinnen“ des Badischen Tagblatts sollten sich seltener abdrucken lassen, die unvorteilhaften Bilder müssen sich mehr auf Missstände kaprizieren als auf die Gesellschafterinnen mit steril-prahlerischen Verlagsbauten und Designerkleidung. Man kann auch umschreibend wirken, das hübsche Beinkleid einer Verlagseignerin darf einzig und alleine die bissige, überkritische und eigenständige Redaktion des Hauses sein.

Da dieser Artikel auch in Englisch erscheint, ist für die ausländischen Leser anzumerken, dass in Deutschland die Policy der Pressefreiheit immer wieder gepriesen wird, solche Lokalszenen widersprechen diesem Bild leider (Twitter, Unternehmens-Slacks, MQTTs).

Die Wohnheime für Flüchtlinge sind gesellschaftlich in hohem Maße kontraproduktiv, eine Frechheit und Peinlichkeit, wie wir als Europäer, als Deutsche und als Baden-Badener Bürger:innen diese Gastfreundschaft adressieren, wahrscheinlich ohne es zu wissen. Neben dem Flüchtlingsheim, ein Steinwurf entfernt, wohnen deutsche Obdachlose. Zum großen Teil drogenabhängig, schwerste Alkoholiker, Depressive, viele von ihnen nicht mehr im Stande sich selbst einer regelmässigen Körperpflege zuzuführen, gezeichnet vom unsteten Leben ohne Sicherheit und Zugehörigkeit. Diese Menschen werden zusammengefasst. Also den Flüchtlingen wird eindrücklich gezeigt, auf welcher Wertschätzungsebene wir Deutschen ihnen entgegentreten, auf welcher gesellschaftlich hoffnungslosen Ebene wir sie einordnen. Die Missstände werden mit einer minimalen personellen Besetzung der Heime verschärft, Hausmeister werden oft als Ansprechpartner gesucht, Sozialarbeiter arbeiten halbtags und haben dann noch Aussentermine. Wenn es Projekte zu erledigen gibt, sind die einzigen Hilfsbereiten, hört gut zu Ihr neuen Volkstümler, die Flüchtlinge, die den Handwerkern ihre Hilfe anbieten. Die sichtbaren Verwahrlosten zählen zur Kategorie europäischer oder deutscher Wirtschaftsverlorenen. Die Kriegsflüchtlinge sind nicht ziellos oder desperat auf der Strasse zu sehen. Indem die desinteressierte, von wenig interkultureller Kompetenz geprägte, oder einfach fachlich fehlbesetzte lokale Autorität diese Menschen zusammenmischt und von der Oberfläche wegwischt, schaffen sie eine neue Generation von das Aufnahmeland und die Deutschen Hassenden. Sie bereiten mit dieser Handlungsweise die Brut verunsicherter Menschen, die AFD, NPD, oder eine der neuen Mitschwimmer „Widerstand2020“ stärken, oder wie die rechtsgerichteteten, sich aufblähenden One-Hit-Wonder-Klone alle heissen. Eine Gemeinsamkeit haben diese neuen Formen von Bewegungen, nämlich das Autoritäre. Der normale Bürger sieht durch die Einflussnahme solcher Merkwürdigkeiten sein bisheriges Leben in Gefahr und kompensiert das mit dem Ruf nach einem starken Staat, welchen diese einfältigen Schreihälse der völkischen Propagandisten versprechen. Nicht zuletzt sollte kleinlaut bemerkt werden, dass unser Lebensstil, als ob es kein Morgen gäbe, viele von diesen Menschen erst zu Flüchtlingen gemacht hat. Vor allem durch unsere Schwäche, dem Volk gegenüber der Politischen Führung. Wir versäumen es regelmässig ihr zu zeigen, dass wir die zentrale Gewalt im gesellschaftlichen Gestaltungsprozess sind. Diese Feststellung gilt in allen politischen Hierarchieebenen, also auch hier in Baden-Baden im Rathaus. Die Lokalbehörden müssen sich den Vorwurf gefallen lassen, dass durch den Ruf nach starkem Staat auch zahlreiche Vorteile und Stärkungen des eigenen Standes in Aussicht gestellt werden, eine Machtzunahme ist zu erwarten. Sind sie vielleicht sogar selbst an dieser Entfernung zum Volk interessiert, wenn irrsinnigerweise Vorteile damit verbunden sind ?

Was kann man weiter beobachten ? Es gibt Ladesäulen am Bahnhof. Es werden ab und zu schicke Autos, steuerbevorteilte Hybrid-SUVs geladen, oft stehen Autos angeschlossen, mehrere Tage unbewegt sichtbar. Affig, denkt man, für so wenige Leute, die sich eh neue und teure Autos leisten können, müssen wir auch noch eine Kaufprämie zahlen. Ach ja, während wir Angst haben, dass wir unseren alten Diesel nicht mehr neben den 500PS-Sportwagen in die Stadt fahren dürfen. Da kann nun die Stadtverwaltung nichts dafür, in der Tat, das geben wir zu, aber dennoch kann man diese unreflektierte, „ich-lebe-im-jetz“-Stadtpolitiker-Denke sehen, hauptsache auf die Sau aufgesprungen, die gerade durchs Dorf gepeitscht wird, statt langfristig Sachen auszudenken, die für die Mehrheit gut ist. Kurz: Die Ladesäule ist gratis für alle E-Auto-Nutzer. Die Stadtwerde Baden-Baden bauen gerade eine E-Flotte auf, bevor dann klar wird, dass es Wasserstoffautos geben wird. Zur Show wird auch mal ein Auto von denen geladen, damit der Nutzungsgrad nicht so ärmlich aussieht. Die Stadt Baden-Baden verrechnet die Kosten mit irgendwelchen Geldtöpfen. Die Taxifahrer dürfen Strom laden aber nicht die Toilette benutzen, weswegen sie immer auf die gegenüberliegende Strassenseite laufen und sich ihrer Notdurft auf dem Rasen entleeren. Das ist kein Vorwurf an den natürlichen Drang zum Pipi-machen sondern nur ein Beispiel, wo eine Stadtverwaltung es vielleicht intellektuell nicht verarbeiten kann oder schlicht keine Lobby da ist, kleine, lokale Lösungen im Moment anzubieten, clever und kostengünstig. Das macht uns alle so verlegen, wenn dieses Unterfangen schon nicht funktioniert, ist es einfach illusionär von solchen Leuten eine langfristige, sinnvolle und nachhaltige Planung unserer Lebensrealität zu erwarten. Zudem sind sie überalimentiert und zu sehr auf den eigenen persönlichen Glanz bedacht, was man eindrücklich an überzogenen Begebenheiten wie G20-Gipfel, Sportler d. Jahres, NewPopFestival u.v.m sehen kann, die Ersten vor Ort sind immer die Lokalpolitiker:innen mit verflochtener Lokalwirtschaft. Also Strom umsonst an Ladesäule, SUV-E-Autos nur für Reiche mit Rabatt. Nebenbei bemerkt finden in der Kurstadt der superreichen Alten unverhältnismäßig viele Stormsperren statt, auf die Einwohnerzahl umgerechnet. Wer eine Stromsperre bekommt, hat nicht nur das Dunkel. Er oder Sie wird sofort abgemahnt, Geld eingetrieben, vertreten durch die edlen Behördenführer. SUV-E-Autos umsonst laden, keine Bewegungen zeigen, gegen Stromsperren für arme Menschen etwas zu unternehmen. Wieso macht sich die Stadt so unverholen zum Steigbügelhalter partieller Bürgerinteressen von sehr wenigen ? Ist die Stadtverwaltung blind durch den Rauch der rauschenden Feste gegenüber den Anliegen normaler Leute ? Auch Bushaltestellen und ganze Ampelanlagen werden für schlecht besuchte, neue „mühlenartige“ Restaurants gebaut. Öffentlicher Platz wird mit einem grässlichen Grabstein „geschmückt“, natürlich als Steuersparmodell für einen reichen Unternehmer, der so gütig war, sein MDAX-gelistetes Unternehmen in Baden-Baden zu belassen (ist schon länger her, der Stein bleibt leider). Die Episode mit dem mobilen Blitzer, der zwar nicht an Kindergärten oder Unfallschwerpunkten aufgestellt wird, wollten wir auslassen. Die Thematik hat es dennoch in unseren Text geschafft, wegen dem Kontextbezug der Ideenlosigkeit. Wie kann man nur so dumm-dreist versuchen abzuzocken, sich nicht einmal Mühe gebend, den Blitzer gut und sinnvoll einzusetzen ? Ampelschaltungen um den Verkehr zu verlangsamen, Bushaltestellen mitten auf der Fahrbahn, unechte Radwege garnieren die Schildbehördenstreiche. Wir sind für eine fussgängerfreundliche Stadt, aber die Umsetzung bedeutet keine Verbesserung für Fahrradfahrer oder Läufer, nur die Verkehrsgeschwindigkeit wird zum Erliegen gebracht, die Bauwirtschaft verdeckt subventioniert. Die Liste liesse sich fortsetzen, jedoch hat die Verwaltung sich als lernresistent erwiesen. Kritische Bürgeranfragen werden stringent nicht beantwortet, wir lachen über diese Hilflosigkeit einhergehend mit der Verwunderung, dass Volksvertreter die Selbstverletzungen, die dadurch entstehen nur bei der Wahl bemerken, oft wenn es zu spät ist und eine politische Rente wartet, ohne Gebrauchtwerden und „Glänzen können“.

Wir wollten den Artikel länger ziehen, haben noch alleine 15 lokalpolitische Baden-Baden-Themen in der Pipeline, aber fangen wir mit kleinen Schritten an. Unsere vornehmliche Intention ist es, Interesse in der Bevölkerung an der Politik zu wecken. Insbesondere bei denen, die Politik nicht als Karrierevehikel sehen, sondern sich selbst zutrauen, eine Verbesserung gesellschaftlicher Umstände zu erwirken, zu moderieren, aus eigenem Antrieb es einfach professioneller und besser zu machen. Das kann im Kleinen oder im Großen passieren. Wir wünschen uns so sehr Menschen in verantwortlichen Positionen, die bisher ein Leben vor der Politik hatten, oder einen Beruf bevor sie Berufsbürgermeister:in wurden.

Was hat dieser ganze Artikel mit dem Lockdown zu tun ? Wir möchten mit diesen Zeilen zeigen, dass die Corona-Krise, welche Ursprünge sie auch immer hatte, eigentlich zum Zusammenhalt und gezieltem „sich-locker-machen“ seitens der Behörden und der Bevölkerung führen sollte. Das Gegenteil ist passiert, die Fronten haben sich verhärtet, die Journallie schweigt, das Bundesverfassungsgericht piepst, die Leute murren. Die gesellschaftliche Mitte, die Normalen, die alles am Laufen halten, riskieren mit dieser passiven Haltung sehr viel. Wollt ihr die national-völkischen Trottel oder die geschniegelten Typen von ähnlichen Gruppierungen ? Dann macht weiter so.

Kann man diesen ganzen Artikel zusammenfassen ? Ja.

Bevölkerung bleib wachsam, überprüfe stets was die Noch-Entscheider machen, lass dir nichts gefallen und sehe endlich die bösen, kleinen strukturellen Ungerechtigkeiten, die den ganzen Tag vorbeirauschen, lass es dir anmerken, dass du sie wahrgenommen hast.

(Anm. der Red.: Aber vergiss nie die schöne Welt und dass du sie jeden Tag neu machen kannst, mit dem Rüstzeug von Tat, Herz und Intellekt.)